Bahnstrecke Marienberg - Enttäuschung über Antwort von Staatsminister Dulig

Der Landtagsabgeordnete (Erzgebirge 5, WK 17) und tourismuspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag Jörg Markert zeigt sich nach der Antwort auf seine Kleinen Anfrage an die Staatsregierung zur Bahnstrecke nach Marienberg enttäuscht über die Antwort des Verkehrsministers.

„Das erhoffte Bekenntnis zur Wiederbelebung der Bahnstrecke nach Marienberg und damit ein klares Signal für die Region ist leider ausgeblieben. Ich habe mir gewünscht, dass sich Staatsminister Dulig klar für eine Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs im ländlichen Raum stark macht und nicht nur auf Busse setzt. Ich halte das für einen Fehler. Es widerspricht dem Ansinnen einer ganzen Region“, so Markert.

Stattdessen soll eine landesweite Potenzialanalyse durch das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) erstellt werden, allerdings bleibt unklar, wann genau das geschehen soll und wann hier mit Ergebnissen zu rechnen ist. „Aus den Antworten ergeben sich daher neue Fragen. Es ist schade, dass das Verkehrsministerium nicht schon über einen Standpunkt zur Wiederbelebung der Bahnstrecke verfügt. Mit dem vorliegenden Gutachten kann man arbeiten, alles andere
kostet wertvolle Zeit. Ich werde die Antwort nun mit meinen Kollegen im Sächsischen Landtag beraten und an dem Thema dran bleiben. Ich halte eine Reaktivierung weiterhin für möglich. Das geht aber nur, wenn das SMWA mitzieht und die Fördermöglichkeiten des Bundes nutzt“, so Markert weiter.

Markert hatte im Dezember des vergangenen Jahres aus Anlass eines Berichtes „Warum Strecken nicht reaktiviert werden“ in der Freien Presse um Aufklärung gebeten und dazu eine kleine Anfrage an das Wirtschaftsministerium gestellt.